Förderverein Bürgerhaus Rinnthal e.V.

(Auszug aus der Dorfchronik)

Während der Mitte der 90er Jahre im ausgehenden 20. Jahrhundert wurde das Rinnthaler Bürgerhaus, das nach dem 2. Weltkrieg als modernes Haus für die Volksschule gebaut worden war, gründlich renoviert. Darüber wurde an anderer Stelle berichtet. Man wollte nun das Haus besser nutzen und für vielerlei dörfliche Veranstaltungen öffnen.

Deshalb wurde am 12. 6. 1995 der Förderverein Bürgerhaus Rinnthal gegründet. Leider waren dem Aufruf zur Gründungsversammlung nur wenige Bürgerinnen und Bürger gefolgt. 8 Bürger traten spontan als Gründungsmitglieder dem Verein bei und zwar:

Heinz Haber (Ortsbürgermeister), Rudolf Schneider, Herbert Jung, Hermann Franck, Dieter Cuntz, Michael Mengert, Dieter Matz und Norbert Heißler.

Anschließend verabschiedete die Gründungsversammlung eine Satzung, die alle Belange des neuen Vereins regelt. Zuerst wurde in ihr die Gemeinnützigkeit im Sinne des § 51 der Abgaben-Ordnung festgestellt. Dann macht die Satzung Angaben über den Vereinszweck, die Finanzierung und das Vereinsvermögen. Der Verein soll allen Bürgerinnen und Bürgern der Gemeinde Rinnthal offenstehen. Alle Vereinsmitglieder stellen sich unentgeltlich und freiwillig für die Arbeiten und die Unterhaltung zur Verfügung. Dabei wird gleichzeitig betont, daß das Bürgerhaus als Einrichtung der Gemeinde Rinnthal von dieser auch unterhalten wird. Der Verein selbst bezweckt die Förderung der Kultur, des Heimatgedankens und der Jugend- und Altenhilfe im Rahmen von Veranstaltungen im Bürgerhaus. Zu diesem Zweck stellt der Verein seine gesamten Einkünfte, abzüglich der Aufwendungen, die für seinen Bestand und seine Arbeit erforderlich sind, der Ortsgemeinde Rinnthal zur Verfügung. Der Verein wird unter Wahrung der politischen, rassischen und religiösen Freiheit seiner Mitglieder nach demokratischen Grundsätzen geführt. Mitglieder können natürliche und juristische Personen werden. Es werden keine Vereinsbeiträge erhoben.

Bei den ersten Wahlen dieser Gründungsversammlung wurden die Vereinsämter besetzt. Dabei wurde Herbert Jung zum 1. Vorsitzenden gewählt. Er übt dieses Amt auch im Jahre 1999 aus.

Auch in der Tagespresse wurde kurz über die Gründung des Fördervereins berichtet. Man betonte aber, daß "nur acht Aufrechte" das Bürgerhaus künftig als Verein fördern wollen.

In der Tageszeitung "Die Rheinpfalz" stand folgender kurzer Zeitungsbericht:

 

Nur acht Aufrechte

...wollen Bürgerhaus künftig als Verein fördern
 RINNTHAL (hfh) Gering war das Interesse an der Gründungsversammlung für den Förderverein Bürgerhaus". Acht Einwohner hoben den neuen Verein aus der Taufe, der sich unentgeltlich und freiwillig für die Arbeiten und Unterhaltung des Bürgerhauses einsetzen will. Der Verein bezweckt die Förderung der Kultur, des Heimatgedankens sowie der Jugend- und Altenhilfe im Bürgerhaus. Seinen Gewinn stellt er der Ortsgemeinde zur Verfügung. Nachdem alle Mitglieder dem vor gelegten Satzungsentwurf zustimmten, wurde der neue Vorstand einstimmig gewählt. Es sind dies Erste Vorsitzender Herbert Jung, Stellvertreter Michael Mengert, die Beisitze Norbert Heißler und Dieter Cuntz so wie Schriftführer und Kassenwart Dieter Matz. Alle wurden auf drei Jahre gewählt. Außerdem gehört de jeweilige Ortsbürgermeister, zur Zeit Heinz Haber, dem Vorstand kraft Amtes an

 

Ein Jahr später berichtete die "Rheinpfalz" von einem Tag der offenen Tür im Bürgerhaus, zu dem die Gemeinde und der Förderverein gemeinsam eingeladen hatten. Darüber berichtete die "Rheinpfalz am 11.07.1996 wie folgt:

 

 

Hoffen auf mehr Leben im Bürgerhaus

RINNTHAL: Lob beim Tag der offenen Tür
das Bürgerhaus attraktiver gestaltet. Herbert Jung, der Vorsitzende des Fördervereins Bürgerhaus - die Mitgliedschaft ist kostenlos - erklärte anhand von Bildern und Plänen die Arbeit des Architekten und der Handwerker bei der Renovierung. Besonders emsig war die Jugend, die im Jugendraum Popcorn und Waffeln anbot und nebenbei noch einige Spiele organisierte. Die Sieger erhielten Waffeln mit Sahne.
Jung war zufrieden mit der Resonanz und hofft für die Zukunft, daß sich etwas mehr Leben im umgebauten Bürgerhaus abspielt. (hfn)

 

Nach dem Jahre 1996 stieg die Zahl der Mitglieder stetig an. Alle Mitglieder des Ortsgemeinderates traten dem Förderverein bei, außerdem auch einige Mitbürgerinnen und Mitbürger. Dann schloß sich eine Theatergruppe dem Verein an, so daß im Jahre 1999 mehr als 30 Einwohner dem Förderverein beigetreten sind.

Die Theatergruppe setzt sich aus Erwachsenen und Jugendlichen zusammen. Sie üben in jedem Jahr ein Laienspiel ein, das während der Herbst- oder Wintermonate aufgeführt wird. Natürlich ist dann das Bürgerhaus bis auf den letzten Platz besetzt, wenn die Laienspielschar zu ihren Aufführungen einlädt.